Whatever

Ich habe lange überlegt, was ich nun mit meiner freien Zeit anfangen soll. Da kam mir die Idee einfach mal ein paar meiner Gedanken aufzuschreiben. Ich glaube nicht das es irgendjemand da draußen gibt der gerne ließt was in einem 21 Jährigen Mädchen so vor sich geht, aber vielleicht vertreibe ich irgendwann mal jemanden die Langeweile. Falls sich nun einer fragt warum ich mich selber als Mädchen statt als Frau bezeichne, nunja ich habe einfach nicht das Gefühl eine Erwachsene Reife Frau zu sein. Wieso? Gute Frage. Keine Ahnung. Kurze Info über mich: Falls ihr jetzt einen lustigen Blog erwartet, so muss ich euch leider enttäuschen. Ich bin kein Lebensfroher Mensch und neige stark zur Melancholie und derweilen auch zu Grausamen Erkenntnissen. So glaube ich zum Beispiel, dass es sinnlos ist sich für die Erde oder verhungernde Menschen, oder sonst welchen Grausamkeiten die die Menschen so mit sich bringen, einzusetzen. Es wird kein Happy End geben. Für niemanden. Wie auch? Wir Menschen werden immer mehr und das lässt sich nicht aufhalten. Dadurch wird es auch immer wieder grausame und widerwärtige Menschen geben. Menschen die fähig sind ein 6 jähriges Mädchen zu vergewaltigen, oder ein Hund verhungern zu lassen und und und. Es gibt zu viel Schreckliches auf der Welt, man könnte einen ganzen Tag damit verbringen alles auf zu zählen und am Ende des Tages wäre man immer noch nicht fertig. Also wie kann man in einer Welt sein Glück finden, die dem Untergang geweiht ist? Als Jugendliche habe ich nie viel über diese Dinge nachgedacht. Das einzige was mich Interessierte waren Animes und Filme, ich suchte nach Perfektion in ihnen. Es gab Happy Ends sowie grausame und traurige enden. Aber wenigstens gab es ein Ende. Ich wollte ein Ende, ob happy oder nicht, aber Selbstmord war für mich nie eine Lösung. Es ist zu grausam den Menschen die einen Lieben gegenüber. Trotzdem hasste ich jeden Tag und verfluchte die Schule und jeden Schüler der mich fertig machte. Andererseits bin ich dankbar, denn so wurde ich zu dem Menschen der ich bin. Alles im Leben ist ein Zwiespalt, ein Kampf den man mit sich selbst führt. Was ist aus dem kleinen schüchternen Mädchen von damals, das sich nichtmal traute im Unterricht etwas zu sagen, geworden? Nun sie entdeckte mit 16 den Alkohol. Sie lernte, das wenn sie betrunken ist, plötzlich Jungs mit ihr redeten, ja sie sogar wollten! Heutzutage ist man mit 16 schon ein spätzünder, kein Wunder das ich keine Freunde hatte, alle tranken und rauchten schon mit 13 und hatten mit 14 schon am ersten Joint gezogen. Ich nicht. mit 16 kam der Alkohol, mit 20 fing ich an zu rauchen und mit 20 lernte ich dann auch die Drogen kennen. Naja man kann nicht sagen das ich diese Szene "kennen lernte" ich rutschte eher leicht unbeholfen direkt in die Höhle des Löwen. Es fing nicht mit mal etwas Speed, zum runterkommen paar Züge vom Joint und langsam steigerte es sich. Nein. Die erste Nacht in der ich Drogen nahm, hatte ich mindestens 2 Lines Speed und ein viertel Teil. Komplett drauf kiffte ich mich mit einem Fremden den ich dort auf der Party traf "runter" . Problem war das ich vorher noch nie auch nur an einem Jay gezogen hatte. die Chance war 50/50. Entweder es klappte oder es machte alles schlimmer. Bei mir war es Nr. 2. Aber ich will es nicht dramatisieren, schlafen konnte ich zwar erst Abends um 11, aber ich habe es überlebt. Und es schreckte mich nicht ab, ganz im Gegenteil. Nach dieser Nacht folgten Wochenende voller Ectasy und Speed und einmal probierte ich auch Coks. Meiner Meinung nach ein sehr überteuerter Stoff! Ich übertrieb es maßlos, wurde dauernd krank und bekam am Ende eine chronische Mandelentzündung. Also ab ins Krankenhaus, Mandeln raus. Klingt alles halb so wild, aber ich muss schon sagen, diese OP is beschissen schmerzhaft. Wär ich ein zwei mal einfach Zuhause geblieben, anstatt komplett verballert in die Kälte raus zu gehen, hätte ich mir das vielleicht ersparen können. Was mich aber am meisten daran ankotzt, ist das ich das Interesse an Dingen die mir früher Spaß machten, verloren habe. Früher saß ich oft stundenlang in meinem Zimmer und malte ein Bild oder zeichnete Portraits (und schlecht bin ich nicht unbedingt darin). Und nu? Ich frage mich ernsthaft warum ich einen Bleistift in die Hand nehmen sollte. Wozu ein Bild malen? Was bringt mir das? Es ist sinnlos und vergänglich. Ich kann zeichnen, so wie Milliarden andere auch. Ich betrachte gerne meine Bilder, so ist es nicht, aber irgendwo tief in mir drin habe ich vielleicht auch Angst. Angst es nichtmehr so hinzubekommen, ja es regelrecht verlernt zu haben. Aber wer weiß das schon. Grenzt das an Depressionen? Dabei soll man ja jegliches Interesse verlieren. Nun für meinen ersten Eintrag reicht das denke ich für Heute, es ist interessant das das stumpfe aufschreiben von Gedanken doch eine Art Befriedigung mit sich bringt. Es ist fast schon erleichternd.

6.10.14 15:09

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