Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

die unerträgliche Leichtigkeit des Seins ist ein buch von Milan Kundera aus dem Jahre 1984. für die die das Buch nicht kennen eine kleine Zusammenfassung von mir: Das buch handelt von der Liebe zwischen Thomas und Theresa. Thomas ist ein angesehener Chirurg, der die Liebe aufgab und sich stattdessen mit den verschiedensten Frauen begnügte. Theresa ist eine Kellnerin aus einem kleinen Dorf, sie hatte es nie leicht im leben. Ihre Mutter gab ihr die schuld an ihrer verschwendeten Jugend. nun kam es wie es kommen musste, beide trafen sich und eine seltsame Liebe entstand. Theresa steht für das Schwere im leben. sie sucht nach halt und Schutz bei Thomas, der sie am laufenden band betrügt. er lebt sein leben mit einer Leichtigkeit, die Theresa nie gelernt hat. Was mich so an diesem Buch fasziniert und gleichzeitig abschreckt, ist die, für mich, klare Botschaft dahinter: du entscheidest selbst was du tust, und du kannst tun und lassen was du willst. Es ist egal ob ich eine miese bitch bin, die jedem in ihrer Umgebung nur leid zu fügt, oder ob ich ein kleiner Engel bin. Ich werde trotzdem morgen aufwachen und ein neuer Tag beginnt. ich werde trotzdem meinen Platz in diesem Leben finden. Es gibt keine Konsequenzen. Ich könnte meinem Freund heute noch das Herz brechen. Nein ich könnte es ihm aus dem Brustkorb reißen. Für ihn wäre es wohl das Ende der Welt. Vielleicht könnte er nie wieder vertrauen. Ich könnte sein gesamtes zukünftiges Liebesleben vernichten. Wie? Ganz einfach. Ich mache es mir zur Aufgabe. So einfach ist das. Jeder Mensch trifft täglich Entscheidungen. manchmal Entscheidungen die für mich Glück und spaß bedeuten und für andere leid. In meiner näheren Umgebung bekomme ich so etwas häufiger mit. Vor allem aber bekomme ich mit, wie sich alle immer für sich selbst entscheiden. Der eine betrügt seine Freundin, ist aber zu feige zu seinem Fehler zu stehen. (Warum auch? muss sie ja nicht wissen. Wird ihr schon niemand sagen, will ja keiner da reingezogen werden. Auch wenn es jeder weiß.) Die andere kriegt alles was sie will, nur weil sie immer wieder rumweint wenn es mal nicht so läuft wie sie es will. Der andere glaubt fest, er habe die Weisheit mit Löffeln gefressen und jeder der ihm widerspricht sei einfach zu dumm. Keine Konsequenzen. Milan Kundera hat den Nagel auf den Kopf getroffen. die unerträgliche Leichtigkeit des Seins. Denn genau das ist es, unerträglich. Was ist richtig? Was ist falsch? Wenn nichts Konsequenzen hat, dann ist auch nichts richtig oder falsch. Natürlich gibt es Gesetze die gewisse dinge verbieten. Aber wie wir alle wissen unterscheiden sich die Gesetze von Land zu Land SEHR stark. hier weiß man, es ist falsch seine Kinder zu schlagen (was nicht bedeutet, das es für die, die es tun Konsequenzen hat, unser Rechtssystem ist ja nun nicht das beste) in einem anderen Land ist es normal seiner kleinen Tochter die Schamlippen abzuschneiden. Jeder denkt er sei im Recht, jeder glaubt sein Glaube, seine Rechte, seine Lebensweise sei richtig. ich hasse es. das ist auch einer der Gründe, warum ich mit Menschen allgemein ungern diskutiere. Jemanden zu erklären, das es falsch ist auf der Straße Fahrräder zu klauen, ist schier unmöglich. Für mich erklärt es sich von selbst, das man Niemanden etwas wegnimmt. Ich kenne vielleicht 1-2 Menschen die genauso denken. Diese unendliche Arroganz und Ignoranz. Aber was solls. Keine Konsequenzen. jeden tag denke ich darüber nach, wie ich Niemanden auf die Füße trete. Während alle um mich rum einfach nur tun worauf sie bock haben. Der einzige Lichtschimmer in dieser ignoranten Welt ist für mich wohl mein Freund. Der einzige Mensch der mich an die Liebe und das Gute glauben lässt. Nun genug für heute, vielleicht verläuft sich ja irgendwann jemand hierher der genauso denkt. Oder mit dem man darüber diskutieren könnte! Würde mich freuen. See ya.

29.6.16 11:45

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